Mittwoch, 22. Dezember 2010

Getestet: Tassimo T40 mit zahlreichen Getränkesorten

Eine von tausend sein, die die neue Kaffeemaschine Tassimo T40 testen dürfen - das wäre doch was! Und ich hab's tatsächlich geschafft und bekam vor kurzem im Rahmen des großen "Vielfalt-Tests" mein kostenloses Begrüßungspaket, welches aus einer Tassimo T40 von Bosch und drei T-Disc-Sorten (Jacobs Kaffee Krönung, Jacobs Caffe Crema XL, Jacobs Latte Macchiato) bestand - da schlug das Studentenherz höher! Meinen ausführlichen Testbericht samt Videos und Fotos gibt's nach dem Klick:


Könnt ihr euch vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe, als ich diese E-Mail in meinem Postfach fand?! 



Ich wurde tatsächlich ausgewählt und wartete voller Spannung auf das Paket:


Und wartete...und wartete... Wie viele andere auch. Schließlich gingen die tausend Pakete gerade dann auf die Reise, als der Winter in Deutschland einbrach Doch plötzlich, nach fünf Tagen Wartezeit - hexhex - stand sie plötzlich da:


Aber schön der Reihe nach! Als ich an einem Samstag meine Wohnung betrat, wartete ein riesiger Stapel an Paketen auf mich. Darunter ein besonders großes. Ob sie es ist, ob sie es ist? Jaaaaa, sie war es! Die neue Tassimo mit drei tollen Kaffeesorten zum Probieren! Ein Jubelschrei ging durch das Haus...


Aber vor das Kaffeetrinken hat der liebe Gott Bosch das Reinigungsprogramm gestellt... Das man übrigens von Zeit zu Zeit durchlaufen lassen sollte, spätestens, wenn die Tassimo diese Dringlichkeit auf dem Display anzeigt... Also Reinigungs-Disc aus dem Schlitz hinter dem Wasserbehälter herausnehmen (Vorteil - da muss man nie suchen!), Wasserbehälter auffüllen, Disc mit dem Barcode nach unten in den Disc-Halter einlegen, anschalten und dank Barcode-Erkennung wird das Reinigungsprogramm automatisch gestartet. Nach der 4. Wiederholung und der gründlichen Reinigung der Maschine ging es dann endlich an den 1. Kaffee!



Natürlich mussten wir gleich alle beiliegenden Kaffeesorten ausprobieren (siehe weiter unten im Text!).

Aber nun erstmal einige wichtige Hinweise zur Tassimo:

Die Tassimo ist übrigens kein Kaffeepadsystem, sondern ein Kaffeekapselsystem: Bei den "Kaffeebehältern" handelt es sich nämlich nicht um Pads, wie viele glauben, sondern um speziell für die Tassimo entwickelte sogenannte "T-Discs". Dabei handelt es sich um speziell geformte Einwegkapseln aus Kunststoff, die mit Alufolie versiegelt sind. Auf der Alufolie befindet sich ein Strichcode, über den die Tassimo-Maschine die passende Zubereitungsart erfährt, so dass die Maschine vollautomatisch funktioniert. Also egal ob Kaffee, Kaffeespezialitäten, Kakao oder gar Tee - der Benutzer muss sich nicht um die verschiedenen Brühzeiten, Getränkevolumina etc. scheren - ein echter Vorteil! Wenn man seinen Kaffee doch mal intensiver oder milder mag, hat man jederzeit die Möglichkeit, den Brühvorgang durch einen manuellen Modus zu verkürzen oder durch eine manuelle Taste zu verlängern. Der Vorteil beim Verlängern: Man erhält gleichzeitig eine größere Portion Kaffee, so dass auch zwei Leute ihren Kaffeedurst mit nur einer T-Disc stillen können! Desweiteren gibt es für viele Getränkesorten unterschiedliche Größen, so dass man auch dann nur eine T-Disc einlegen muss, wenn man z.B. drei Tassen für eine Kanne brühen möchte.


Ein Nachteil dieser Konstruktion aus Barcode auf der Alufolie und zugehörigem Barcode-Scanner ist der Fakt, dass der Barcode manchmal nicht erkannt wird, und somit auch kein Brühvorgang starten kann. Um dieses Problem zu lösen, muss man den Kapselhalter öffnen, die Alufolie etwas glatt ziehen und/oder den Barcodeleser mit einem feuchten Tuch reinigen - dann klappt es in der Regel wieder mit der Erkennung. Durch das Öffnen des Kapselhalters kann es jedoch passieren, dass durch das kleine Loch, was die Tassimo in die Alufolie stanzt, Kaffeepulver austritt und man somit etwas Kaffeesatz im Kapselhalter und später auch im Kaffee hat. Dann ist eine Reinigung auf jeden Fall notwendig, auch sollte der Getränkeauslauf, Getränkehalter und der Bereich, wo die Tasse befüllt wird, öfters gereinigt werden. Wenn man nämlich zu kleine Tassen verwendet, findet man nämlich nach dem Brühvorgang eine ganze Menge Kaffeespritzer am Gerät und auf dem Küchenschrank um das Gerät!


Der Vorteil gegenüber herkömmlichen Kaffeefiltermaschinen besteht darin, dass die Getränkezubereitung richtig schnell geht und ausschließlich in der Kunststoffkapsel erfolgt, wodurch a) unmittelbar nach jedem Zubereitung die Sorte ohne Reinigung gewechselt werden kann, und man b) prinzipiell keine "Dreckerei" hat, da die Reinigung (fast - siehe oben) komplett entfällt. Und da wären wir beim nächsten Nachteil: Nach der Getränkezubereitung muss die komplette Kapsel über den Hausmüll entsorgt werden! Umweltbewusst wie ich bin, habe ich am Anfang natürlich versucht, die Kapsel zu öffnen und den Kaffee über den Biomüll zu entsorgen. Dies endete mit einem abgebrochenen Fingernagel und anschließend fast mit einem Messer im Daumen - es geht einfach nicht! Durch die Konstruktion ist es unmöglich ohne größeren Aufwand den Löwenanteil des enthaltenen Kaffees aus der Kapsel herauszubekommen - besser fände ich, wenn man die Folie leicht an der Lasche ab:


Bei Kaffeemischgetränken mit Milch, wie z.B. wie Cappuccino oder Latte Macchiato, ist es erforderlich zwei Kapseln einzulegen: Zunächst eine T-Disc mit dem Kaffee/Espresso und anschließend eine mit zur Herstellung des leckeren Milchschaums. Der Vorteil: Dadurch benötigen Tassimo-Maschinen keinerlei Dampfdüse und sind damit besonders pflegeleicht - es ist keine komplizierte, umweltschädliche Reinigung mit chemischen Mitteln notwendig! Für Espresso und Milchschaum wurden zudem extra Programme entwickelt, die einen Geschmack wie selbstgemacht garantieren sollen. Bei den T-Discs hat man die Wahl zwischen verschiedenen Kaffeesorten von z.B. Jacobs Kaffee, Kaffee HAG, Starbucks Kaffee, außerdem Milka- und Suchard Kakao sowie Twinings und Darjeeling Tee. Einige Sorten sind nur über das Internet erhältlich. Dank der einzeln erhältlichen T-Discs für Milchschaum kann man auch ohne Cappuccino- oder Latte Macchiato-Discs  seine ganz eigene Kaffee-Spezialitäten herstellen.

Jetzt möchte ich euch natürlich gern ein Video vom Live-Betrieb der Tassimo bei der Herstellung eines leckeren Latte Macchiato vorstellen. Bitte achtet darauf, dass eure Lautsprecher auf leise gestellt sind - ein Nachteil ist nämlich die recht hohe Lautstärke des Brühvorgangs:


Obwohl man beim Einlegen der T-Discs durch die vorgegebene Form mit der Lasche eigentlich beim Einlegen nichts verkehrt machen kann, ist es bei mir schon vorgekommen, dass bei den Milch-Discs ein Rest ausgelaufen ist. Das sah dann so aus wie auf dem Foto und ließ sich im Bereich der nicht abnehmbaren Maschinenteile nicht so gut saubermachen - für mich ein Nachteil, den sowas passiert ja bei normalen Filterkaffeemaschinen nicht:



 Bis jetzt haben wir diese Sorten getestet:



Jacobs Krönung (auch als "Verwöhnkanne" für 3 Tassen):
Kleine Portion, großes Aroma. Für mich fast schon zu intensiv. Der Kaffee schmeckt aus der Tassimo deutlich intensiver und bitterer als aus einer herkömmlichen Kaffeefiltermaschine (ich habe ja den direkten Vergleich). Aber wozu gibt es die manuelle Taste? Mit etwas mehr Wasser, Milch und Zucker dazu fast perfekt! 


Jacobs Caffe Crema XL:
Große Portion, viel leckerer Schaum und ein ebenso intensives Aroma wie die Krönung. Schmeckt mir noch besser als der normale Kaffee. Mit Milch und Zucker - sehr gut!





Jacobs Latte Macchiato:
Achtung, sehr große Portion! Erst die T-Disc für den Espresso, dann für den Milchschaum einlegen. Ein sehr leckeres Getränk (besonders mit etwas Zucker und Zimt...), in dem sogar mir Espresso schmeckt. Und der Schaum ist ein Traum! Mein Favorit (auch wenn mich der Espresso danach meist hibbelig macht ).



Jacobs Caramel Macchiato:
Auf diese Latte Macchiato Variante war ich als absoluter Karameljunkie besonders gespannt. Leider waren meine Erwartungen wohl zu hoch, denn ich finde das Getränk zu süß, und zu wenig karamellig. Schade! Ich glaube zukünftig mache ich mir lieber eine normale Latte und verfeinere sie mit Karamellsirup.


Jacobs Cappuccino:
Zunächst war ich enttäuscht, wie klein die Portionen sind - wo es beim Italiener doch immer groooße Tassen voll Cappuccino gibt. Geschmeckt hat er dank dem tollen Milchschaum gut, aber nicht wirklich außergewöhnlich. Viele (auch günstigere) Cappu-Sorten "aus der Tüte" schmecken meiner Meinung nach vergleichbar gut oder sogar besser.



Milka Kakao:
Nach dem ersten Umrühren lecker schokoladig, aber auch sehr süß. Ich fände es besser, wenn der Kakao ganz ohne Süßstoffe und Zucker wäre. Ich süße lieber selber nach...
Auf dem Markt gibt es zahlreiche Aufbewahrungslösungen für die T-Discs, zum Beispiel hässliche Paddosen oder teure Edelstahl-Kapselständer. Ich habe mich für preiswerteste und platzsparendste Möglichkeit entschieden und habe die T-Disc-Verpackungen samt Sammelcodes an den schon vorhandenen Löchern mittels Haken an meiner Küchenreling aufgehangen :



Der größte Nachteil am Tassimo-Konzept sind für mich die entstehenden Folgekosten durch die teuren T-Discs, wodurch die Tassimo meiner Meinung nach nicht für eine Großfamilie geeignet ist, sondern eher für Wenig-Kaffeetrinker oder wenn Gäste kommen, denen man mal etwas besonderes einschenken möchte: Die Kosten für eine Tasse Kaffee belaufen sich je nach Sorte auf etwa 0,24 € bis 0,37 € und somit auf ein Mehrfaches  von herkömmlichem Kaffee. Und da sprechen wir noch nicht von den Kosten für Tee (ca. 0,30 €), Kakao (ca. 0,56 €) oder Kaffeemischgetränken (ca. 0,63 €)! Zudem ist es für Mitbewerber schwierig, andere, vielleicht günstigere T-Discs auf den Markt zu bringen, was zum einen auf das Barcode-Erkennungssystem und zum anderen auf Patente zurückzuführen ist. Soviel zum Thema Wettbewerb...!


Apropos Wettbewerb. Während des dreiwöchigen Vielfalttests wurden so einige Wettbewerbe ausgeschrieben, u.a. für ein Memory Spiel, für das man Fotos hochladen konnte. Fortuna hat es richtig gut mit mir gemeint und mein Foto als eines von 25 gewählt:



Weitere Informationen erhaltet ihr z.B. unter:

http://www.tassimo.de/ - virtuell Kaffee kochen könnt ihr im  Showroom

Fazit: Ich persönlich nutze die Tassimo gern mal zwischendurch für einen schnellen Kaffee oder einen Latte Macchiato, aber besonders bei mehreren Leuten greife ich nach wie vor auf meine alte Filterkaffeemaschine zurück (zwecks Kosten und Kaffeegeschmack)! Wägt also bitte genau ab, bevor ihr euch für eine neue Kaffeemaschine entscheidet.

Hier nochmal die meiner Meinung nach wichtigsten Vor- und Nachteile der Tassimo im Überblick:
+ Maschine preiswert
+ vollautomatischer Betrieb
+ auch manueller Betrieb möglich - intuitiv bedienbar
+ kurze Brühzeit 
+ geringer Energieverbrauch 
+ einfache Reinigung ohne Wartung 
+ Sortenwechsel ohne Reinigung möglich
+ großer Wassertank (2 Liter) 
+ viele Getränkesorten in vielen Größen erhältlich 
- T-Discs teuer
- Kaffee deutlich intensiver/bitterer als bei Filtermaschinen
- spritzt bei zu kleinen Tassen
- relativ lauter Betrieb
- Abfälle nicht kompostierbar
- Barcode manchmal nicht lesbar 
- Einschränkungen durch Barcode und Patente
- manchmal laufen die T-Disks etwas aus 
Und falls ihr euch eine Tassimo zulegen wollt, beachtet bitte die aktuelle Cash-Back-Aktion bis Mitte Januar 2011: http://www.tassimo.de/

Ich freue mich über eure Kommentare! Schreibt mir, wenn noch Fragen offen geblieben sind.



PS: Noch ein Tipp an alle, die auch eine Tassimo im Rahmen des Viefalttest kostenlos erhalten haben: macht's wie ich und schreibt eine kurze Mail an http://www.jacobskroenungvielfalt.de/ mit der Bitte um Zusendung eines Garantieschreibens an eure E-Mailadresse. Das Dokument erhaltet ihr dann im PDF-Format. Gut aufheben - damit habt ihr genauso 24 Monate Garantieanspruch, wie wenn ihr das Gerät gekauft hättet! 

Kommentare:

  1. Ein sehr schöner und ausführlicher Bericht :) War auch bei den Testern dabei und es hat echt Spaß gemacht. Allerdings kenne ich es bei Latte und Co. so, dass zuerst die Milchdisc eingelegt wird und dann erst der Espresso. Dann gibt es auch die schönen Schichten. Wobei man sie in der Tasse eh nicht sieht ;)

    lg, sandra

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  2. Toller Post, dem ist nichts mehr hinzufügen... habe mich heute auch nochmal mit der TASSIMO beschäftigt, aber nicht so viel Mühe mit dem Post gegeben. Ich lasse beim Latte Macchiato immer zuerst die Milch durch und dann den Espresso, muss ich mal zuerst mit Espresso probieren.
    Meine persönliche Hitliste:
    1.Latte Macchiato
    2.Crema XL
    3.Espresso
    Die Kakaosorten sind mir auch viel zu süß und beim Tee hatte ich bisher nur Grünen Tee mit Minze, naja...nicht so mein Geschmack. Aber ich will noch im Tassimoshop den Englisch Breakfast bestellen. Wünsche Dir ein frohes Weihnachtfest und immer genügend T Disc über die Feiertage im Haus ;-)

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  3. Toller Bericht und in vielen Details kann ich nur zustimmen. Mich stört der Preis der Discs und der Müllberg. Die Krönung-Sorte finde ich zu bitter, mag nur den Latte und den Caramel. Für den dauerhaften Gebrauch is sie nicht zu empfehlen, da nutzen wir auch die normale Kaffeemaschine, aber mal zwischendurch gern. Die Tassimo ist wirklich sehr fix.
    Dein Video ist gut geworden, nur hst Du einen kleinen Fehler. Beim Latte Macchiato und auch beim Cappuccino musst Du immer zuerst die Milchkapsel nehmen (siehe Verpackung). In dem richtigen Latte Glas entstehen dann wirklich die 3 Schichten. Sieht toll aus!
    Gruß und frohe Weihnachten!

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  4. Danke ihr drei, ich freue mich, dass ihr vielen Dingen in meinen Bericht zustimmt. Das mit der anderen Reihenfolge muss ich beim Latte mal ausprobieren - danke für den Hinweis! Aber ihr habt recht, in der Tasse sieht man die Schichtbildung leider eh nicht ;) Tee habe ich bis jetzt mit Absicht noch nicht ausprobiert, ich fröne nach wie vor der traditionellen Teezubereitung mit viel Liebe und Zeit ;-)

    Frohe Weihnachten!

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  5. viele liebe Weihnachtsgrüsse ins Arzbebirge.

    Lissy

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