Sonntag, 3. Juli 2011

Getestet: Essence Nail Art Stampy Set zum Nagellack-Designen

"Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Zeh'n - mit dem Stempelset von Essence könnt ihr gemustert nach draußen geh'n!" Ich wäre doch auch ein toller Werbesloganentwickler, oder? Hihi, Spaß beiseite, ich hab mich vor kurzem erstmals an DIY-Nageldesign herangewagt, um meine Finger- und Zehennägel etwas sommertauglicher zu machen. Nach dem Klick kommt ihr zu meinem Test inkl. ausführlicher Anleitung, der nicht nur die Herzen von stempelwütigen Bastelelfen höherschlagen lassen dürfte :


Das Versprechen:
"ausgefallenes und extravagantes nagelstyling mit den nail art stampy sets! die sets enthalten eine schablone mit sieben unterschiedlichen motiven, einen schaber und einen stempel. einfach das gewünschte motiv auswählen und mit nagellack auf die nägel stempeln. erhältlich in zwei sets mit unterschiedlichen schablonen."
Das "Starterpaket" kostet ca. 3 € und enthält eine Schablone mit sieben unterschiedlichen Motiven, einen "Stamp" (Stempel) und einen "Scratcher" (Schaber). Die Anleitung auf der Verpackung ist auch für Anfänger gut nachvollziehbar. Zusätzlich zum Set kann man sich weitere Schablonen mit neuen Motiven kaufen, da ist bestimmt für jeden etwas dabei. Wichtig: Achtet nur darauf, dass die Schablonen nicht schon vorm Kauf verkratzt oder verbeult sind, damit ihr auch ordentlich alle Motivteile auf den Nagel bekommt:


Und so geht's - Anleitung frei nach Kathrin :

  1. Lackiert eure Nägel als erstes unbedingt mit einem schützenden Unterlack (Klarlack, "Base Coat"), damit sich die Nägel nicht verfärben.
  2. Während der Trocknungszeit bereitet ihr euren "Arbeitsplatz" vor: Ihr braucht eine Unterlage zum Rumschmieren (z.B. Schmierpapier, Küchenpapier oder Papiertaschentuch), das Starterpaket zum Nagelstempeln mit Schablone, Stempel und Schaber*, einen transparenten Unterlack, einen Farblack, einen hochpigmentierten Stempellack (idealerweise in der Kontrastfarbe zum Farblack), einen transparenten Überlack, Nagellackentferner, 1-2 Wattepads und 1-2 Wattestäbchen. Achtung, wenn ihr die Schablonen zum 1. Mal verwendet, müsst ihr unbedingt die Schutzfolie abziehen - sonst geht es nicht!!! Auch wichtig: Die Schablonen und der Stempel müssen absolut fettfrei sein!
  3. Lackiert eure Nägel nun mit einem Farblack eurer Wahl, und lasst ihn gut trocknen. Ich habe mich für hellblau entschieden.
  4. Wählt euch nun auf der Schablone ein Motiv aus, das euch gefällt. Ich habe den Blümchenreigen gewählt.
  5. Achtung, nun müsst ihr zügig arbeiten, weil sonst der Lack zu schnell trocknet: Tragt einen hochpigmentierten Farb(stamping)lack (ohne Glitzer o.ä.!) eurer Wahl direkt auf das Wunschmotiv auf der Schablone, so dass die Motivvertiefung großzügig bedeckt ist. Nun müsst ihr mit dem Schaber in einem ca. 70°-Winkel über das Motiv streichen, um überschüssigen Lack zu entfernen - dieser sollte idealerweise auf der Unterlage landen. Tipp: Um ein paar Sekunden zu sparen könnt ihr den Lack auch hinter das Motiv auftragen, und mit dem Schaber direkt in das Motiv "schieben"!
  6. Nun nehmt ihr den Stempel, rollt ihn mit genügend Druck leicht von links nach rechts über das Schablonenmotiv und führt ihn mit der gleichen Bewegung an der gewünschten Stelle über den Nagel. Durch das Rollen wird die Gefahr geringer, dass ihr nicht alle Motivteile über den (normalerweise ja etwas natürlich gekrümten) Nagel stempelt.
  7. Wenn ihr das gleiche nochmal oder ein anderes Motiv stempeln möchtet, lasst den Lack auf dem Nagel immer gut antrocknen und reinigt sowohl den Schaber als auch den Stempel nach jedem Schritt mit Nagellackentferner - nehmt dazu das in den Entferner getränkte Wattepad bzw. Wattestäbchen!
  8. Wenn ihr mit eurem Nageldesign zufriedenseid, lasst ihr eure Nägel gut trocknen und versiegelt sie zum Schluss noch mit einem Überlack. Fertig!
* Tipp: Ich habe gemerkt, dass der rasierklingenscharfe Schaber die Schablonen sehr schnell zerkratzt. Nehmt daher am besten alternativ eine alte Plastik-Telefonkarte o.ä., damit geht es genauso gut und die Schablone bleibt heil!


Zur besseren Veranschaulichung habe ich euch nochmal ein Tutorial-Video der BeautyMieze eingebettet:



So sahen meine ersten Versuche auf Schmierpapier aus - ich habe verschiedene Nagellacke und unterschiedliche "Stempelabrollarten" ausprobiert, auch das zweifarbige Stampen (z.B. beim Kirschenmotiv denkbar - rote Kirchen, grüne Blätter!) funktioniert:



Allerdings ist mir aufgefallen, dass der Stempel ziemlich chemisch riecht , was wahrscheinlich auf Weichmacher zurückzuführen ist. Aber wer sich die Nägel lackiert, ist natürlich schlimmere Gerüche gewohnt, leider - Nagellack und - entferner sind ja auch nicht ohne! Also immer gut lüften, Lacke mit möglichst wenig Zusätzen (z.B. ohne Formaldehyd) bevorzugen und die Nagelhaut frei und atmen lassen - eurer Gesundheit zuliebe!

Und nun zum Test am lebenden Objekt! Der weiße, hochpigmentierte und etwas dickflüssigere Nagellack, der direkt für Nagelstamping gedacht ist, sieht meiner Meinung auch am besten aus. Bei den anderen "normalen" Lacken wirken v.a. die dunklen gut, der helle gelbe Lack ist erst auf den 2. Blick zu sehen:





Hier mal meine (übrigens immer kurz gefeilten!) Fingernägel - mit dezentem "Pünktchen"-Stamping als Hingucker:






Selbstverständlich müsst ihr nicht 100 % genau stampen - auch Camouflage-artige Muster sehen schick aus (einfach mehrmals mit dem gleichen Motiv ein "unordentliches" Muster stampen):






Und hier mal schwarz auf gelb mit etwas Glitzer (auf dem Stern und dem Karomuster). Leider habe ich den Überlack zu zeitig aufgetragen, deshalb ist das Stampingmuster ein wenig verschmiert:





Ihr müsst euch nicht extra Stampinglacke kaufen. Aber: Der Vergleich zwischen Papier- und Nagelanwendung hat mir gezeigt, dass auch die "normalen" Lacke schon gut pigmentiert sein sollten, sprich beim 1. Mal decken sollten. Dies war z.B. beim gelben Manhatten-Lack der Lotus-LE nicht der Fall, obwohl die Reihe als beim 1. Mal deckend beworben wird! Möglicherweise kommt es aber auch hier auf die Farbe des Unterlackes - bei mir ja hellblau - an...

Fazit: Das Set ist auch für Anfänger wie mich sehr gut geeignet und nach ein wenig Üben auf dem Papier sehen die ersten Versuche - v.a. mit speziellem Stampinglack - schon sehr gut aus! Mich hat das Set überzeugt, und für 3 € kann auch ich als "Gelegenheits-Sommer-Lackierer" nicht meckern - und Spaß machts obendrein!



Habt ihr euch schon mal am "Nailstamping" probiert? War meine Anleitung verständlich? Wenn ihr Tipps zu den Nagellacken haben wollt, meldet euch!




Kommentare:

  1. Bin heute das erste Mal auf Deiner Seite. Hast einen sehr schönen und abwechslungsreichen Blog.
    Schönen Sonntag.
    LG
    Ari
    http://ari-sunshine.blogspot.com/

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  2. Hallo Ari, dankeschön für deinen netten Kommentar! :-) Hast du denn schon mal Nailstamping ausprobiert? Auf deinem Blog findet man ja auch sehr schöne Lacke!

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  3. Hallo Kathrin!
    Danke für deinen test, ich wusste gar nicht dass man das auch "normal" kaufen kann, meine Nageltanten (Ja, ich habe Unechte Fingernägel - sonst wären sie dank Nagelkauen immer raspelkurz und hässlich) stampel schon relativ lange :)
    Nur nehmen wir da nur die Farben weiß, rot und schwarz, weil die anderen Farben zu hell sind, asl dass sie z.B. auf einem French wirken würden ;)
    Aber bei dir wirken auch die anderen Farben toll :)

    Liebe Grüße aus Dresden

    Stefanie

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  4. Huhu Stefanie, danke für deinen Kommi :) Naja, auf French Nails würde ich vielleicht auch nicht alle Farben probieren, insofern kann ich eure Farbwahlbeschränkung gut nachvollziehen. Aber da ich's im Sommer gerne bunt mag, hab ich einfach ein bissel rumprobiert - aus Fehlern wird man ja schlau^^

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